Saupacker Akela und Balou


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Gesundheit

Wissenswertes



Gesundheit

In diesem Kapitel möchten wir euch eine Auflistung der
wichtigsten gesundheitlichen Probleme sowie
deren möglicher Vorbeugung geben.



Aufzuchtsbedingte Probleme:

Wir hatten bisher niedrige Tierarztkosten,
die nicht nur durch Zucht,
sondern auch durch optimale Fütterung

und Haltung niedrig gehalten wurden.
Probleme durch ein sehr schnelles Wachstum
sind bei großen Rassen allgemein bekannt.
Hinsichtlich der Höhe des Eiweißgehaltes des Futters
während des Wachstums ist sich die Futtermittelforschung
allerdings nicht einig.
Hier fehlen unabhängige Gutachter, die sehr unterschiedliche
Futtermittel testen. Sehr wichtig ist ein schlanker Körperbau
des Saupackers in der Hauptwachstumsphase.
Durch eine entsprechende Dosierung des Futters
in Verbindung mit nur wenigen Leckerli
ist das sehr gut zu erreichen.

Von herausragender Bedeutung während des Wachstums
ist das Bremsen des Bewegungsdranges von jungen vitalen
Saupackern. Das gilt besonders für Welpen,
die als Zweithund angeschafft werden.
Im Spiel können auch junge Saupacker schon kurzzeitig
locker eine Geschwindigkeit von mindestens 40 km/h
erreichen. Von meiner Seite werden Wettläufe
nur toleriert, wenn sie nicht zu schnell und zu hektisch werden.
Eine Verletzungsgefahr ist bei großen Hunden
immer gegeben.
Solche Aktionen schließen Sprünge über kleine,
aber auch größere Hindernisse ein. Dass die noch
weichen Gelenke darunter leiden, wenn sie in der
Hauptwachstumsphase zu sehr beansprucht werden,
dürfte einzusehen sein.

Das Gegenteil, die Zwingerhaltung,
führt zu unsozialisierten, wesenschwachen Hunden
und kann deshalb (und aus anderen Gründen)
keine Haltung für Saupacker sein.
Um Problemen in der Wachstumsphase entgegenzuwirken,
ist die regelmäßige Kontrolle des Phosphor- Calcium
Verhältnisses im Blut und bei Bedarf
eine Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln anzuraten.
Diese Blutuntersuchungen sollten auch bei der
Verwendung von hochwertigen Trockenfuttermitteln,
die speziell für die Aufzucht von großen Hunden
konzipiert wurden, durchgeführt werden.
Eine Überlagerung des Futters reduziert den Vitamingehalt
u. kann die Ursache für eine schlechte
Calciumaufnahme sein.



Genetisch bedingte Fehler:

In der Zucht- vor allem der großen Molosserassen-
sind viele Probleme leider nicht unbekannt.
Durch
die strenge Zuchtauswahl der von der Zuchtgemeinschaft
ausgewählten Zuchthunde versuchen wir, die Saupacker gesund
zu erhalten.
Dies geschieht durch Maßnahmen wie z.B.
keine Inzucht und Selektion auf Vitalität und
Widerstandsfähigkeit. Hunde mit Erbfehlern oder
Standartfehlern (z.B. übermäßige Befaltung,
Hängelider...) werden auch
nicht
zur Zucht
eingesetzt.
Die Zuchttiere werden alle
auf HD und ED untersucht
und nur mit gesunden Befunden zur Zucht zugelassen.
Hunde aus Rassen, wo genetisch öfter Herzfehler vorkommen,
werden auch vorbeugend
auf Herzfehler untersucht.


Die wichtigsten genetischen Fehler
im
Überblick:

  • Dilatative Kardiomyopathie(DCM, Herzmuskelerkrankung)-

(hier auch nochmal mehr zu diesem wichtigen Thema

oder),

  • Hüftgelenksdysplasie(HD) ,
  • Ellenbogengelenk-Dysplasie(ED),
  • Hypertrophic Osteodystrophy / erworbene juvenile
  • Osteoporose (HOD),
  • Ektropium (Hängelid) ,
  • Wobbler-Syndrom (angeborene Fehlbildung der HWS),
  • Kryptorchismus (bei den männl. Nachkommen),
  • Hernie (Nabelbruch),
  • Anfallsleiden,
  • Allergien u.
  • Diabetes.


  • Krebs


Jeder, der einmal einen krebskranken Hund hatte
oder noch hat, wird wissen, wie schwer es ist,
dies zu akzeptieren und zu verstehen.
Sehr hilfreich bei der Infosuche und auch um
Halt zu gewinnen,
ist diese Yahoogroup:




und auch diese Seite:




Magendrehung

Um Magendrehungen gering zu halten, sollte
man darauf achten, dass der Züchter seines Vertrauens
auf Vitalität züchtet (z.B. Outcrossing).
Hierdurch wird auch das Bindegewebe kräftiger.
Darüber hinaus kann man durch Optimierung der Fütterung
und Haltung die Risiken minimieren.
Unsere Saupacker gehören zwar nicht zu den
kleineren Vertretern der Hunde, sie werden aber
definitiv nicht auf Größe gezüchtet.

Trockenfutter, nur einmal am Tag uneingeweicht gegeben,
belastet den Magen und ruiniert auf die Dauer
auch die vitalsten Hunde.
Falls Trockenfutter verabreicht werden muss,
geben wir hochkonzentriertes Futter in kleinen Mengen.
Die Bewegung wird nach der Fütterung eingeschränkt.
Um weiter zu optimieren, kann man auch auf "natürliche"
Fütterung (BARF)umstellen.
Die Belastung des Magens wird dadurch weiter verringert.

Genaueres zu möglichen Ursachen hier:




Hüftgelenksdysplasie (HD)

Die Hüftgelenksdysplasie (HD) ist eine erblich bedingte
Erkrankung. Sie wird ihrer Ausprägung
nach in verschiedene Ausprägungsgrade eingeteilt.



Als hauptsächliche Ursache und
auslösender Faktor wird die Lockerheit
des Hüftgelenks angesehen. Gelenkkopf und Gelenkpfanne
nutzen sich dadurch verstärkt ab und verursachen
bei Bewegungen Schmerzen. Eine lockere,
schlecht entwickelte Hüfte lässt sich u. a.
auf eine genetische Veranlagung zurückführen.
Dabei wird nicht ein spezieller HD-Wert vererbt,
sondern eine HD-Spanne.
Es können also im günstigsten Fall Anlagen von
HD-A bis HD-B vorhanden sein.
Genauso ist es möglich, dass Anlagen von HD-A bis HD-E
durch die Gene mitgegeben werden.
Die Ausprägung der HD ist innerhalb
der vererbten HD-Spanne von der Fütterung
(falsches Phosphor/Kalk Verhältnis im Futter),
von der Belastung der Gelenke und in der Wachstumsphase
von der Wirkung von Hormonen abhängig.

Obwohl es in derHundezucht seit Jahrzehnten
Röntgenkontrollen gibt, wurden niemals konsequent Hunde mit
leichter (oder sogar mittlerer) Hüftgelenksdysplasie
von der Zucht ausgeschlossen.
Trotz dieser Tatsache wird immer wieder behauptet,
dass die Erblichkeit der Hüftgelenksdysplasie niemals schlüssig
nachgewiesen wurde und damit objektiv nicht gegeben ist.

Wir als Saupackerzuchtgemeinschaft lehnen
solche destruktiven Argumente absolut ab.
Man sollte sich immer nach "oben" und nicht am "Mittelmaß"
oder sogar nach "unten" orientieren und,
wenn es Probleme gibt,
alles auf die Größe der Rasse schieben.
In der Zuchtgemeinschaft werden nur Hunde
mit HD-A und HD-B verpaart, wobei ein HD-B- Hund
nur mit HD-A gekreuzt werden darf.



Unfälle - Verletzungen

Unfälle mit Saupackern sind sehr stark haltungsabhängig.
Bewegungsfaule Hunde (kommen bei Saupackern allerdings
fast nicht vor, in reinen Rassen oft durch Inzucht)
sind ebenfalls von "Sportverletzungen" nicht betroffen.
Kritisch wird es, wenn Saupacker spielfreudig sind
und einen Spielkameraden besitzen, der mehr
oder weniger ständig zum Spiel im Gelände auffordert.
Verletzungen im Kniebereich wie z.B. die
Meniskusverletzung oder eine Verletzung des
Kapselbandapparates sind dann mögliche Folgen
einer massiven
Überbelastung.

Für Saupacker, die nur an der Leine laufen dürfen,
kommt so etwas natürlich nicht in Betracht.
Problematisch wird es immer dann wenn wesensstarke
Saupacker mit anderen Hunden ohne Leine
laufen dürfen.
Es kann dabei zu sehr schnellen Laufwettbewerben
kommen und Bänderrisse sind dann durchaus möglich.
Hier ist die Weit- und Voraussicht des Halters
gefragt und die Vernunft, ein
"noch so schönes Spiel" auch mal zu unterbrechen!

Besondere Vorsicht ist angebracht:

  • beim Aufenthalt im Hundeauslaufgebiet wenn der

Saupacker das spielerische Kräftemessen mit anderen
Hunden liebt

  • bei der Haltung eines lauffreudigen Zweithundes

(ein Rudel tritt meist dynamischer auf als ein
einzelner Hund)

  • beim Aufenthalt im Wald ohne Leine

(Unsere Saupacker haben eine wirklich sehr gute Nase).
- das Klettern oder Springen über größere Hindernisse
sollte man möglichst unterbinden

  • ein starker Bewegungsdrang in der

Hauptwachstumsphase (4.-7. Lebensmonat) sollte gebremst
werden.

Andere Verletzungen können z.B. durch
Hundebegegnungen (Beißerei)
oder Autounfälle auftreten.
(blutende und verdreckte Wunden, Blutverlust,
Knochenbrüche, innere Verletzungen...)
Nach der Ersten Hilfe sollte schnellstens der Tierarzt
aufgesucht werden.





Impfung - Entwurmung

Da wir mit unseren Hunden sehr häufig
im Hundeauslaufgebiet sind, darf keinesfalls die Impfung
und Entwurmung vernachlässigt werden.
Unser Saupacker bekommt jährlich alle Impfungen,
die in Deutschland für Hunde angeboten werden.
Die Entwurmung führen wir nur nach vorheriger positiver
Kotprobe durch, weil eine vorbeugende Entwurmung,
wie sie oft propagiert wird,
eine unnötige Belastung für den Körper darstellt,
die vermieden werden kann.
Eine Kotprobe beim TA untersuchen zu lassen
ist nur ein geringer Aufwand und kostet nicht die Welt
- meist ist eine Entwurmung nicht nötig,
die allemal mehr gekostet hätte als die Untersuchung ;-)



Häufigste Krankheiten

Von den vielen möglichen Hundekrankheiten
können nur die allerwichtigsten erwähnt werden.
Wer bemerkt, dass sein Hund teilnahmslos ist,
das Futter verweigert oder deutliche Anzeichen
einer organischen Erkrankung zeigt,
sollte möglichst rasch Tierarzt aufsuchen.
Je schneller die Diagnose gestellt und die Behandlung
eingeleitet wird, desto schneller darf mit der
Genesung gerechnet werden.

Staupe:
Ansteckende Viruserkrankung. Äussert sich in Fieber,
Erbrechen, Durchfall, Augenentzündungen,
Schnupfen, manchmal sogar
Nervenstaupe mit krampfartigen Anfällen.
Unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Ansteckende Leberentzündung (Hepatitis):
Ansteckende Viruserkrankung. Äussert sich in Fieber,
Rachenentzündung, Bauchschmerzen, Durchfall,
Augenveränderungen, zentralnervösen Störungen.
Unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Stuttgarter Hundeseuche (Leptospirose):
Ansteckende Bakterieninfektion. Äussert sich in Fieber,
Schwäche, Erbrechen, Durchfall, Augenveränderungen,
evt. Leber- oder Nierenversagen.
Unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Zwingerhusten (Canines Parainfluenzavirus):
Ansteckende Viruserkrankung. Äussert sich in Nasenausfluss,
starkem Husten, evt. Fieber und Allgemeinstörungen
bis hin zur Lungenentzündungen.
Unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Hundeseuche (Parvovirose):
Ansteckende Virusinfektion. Äussert sich in Fieber oder
Untertemperatur, Mattigkeit, Erbrechen und vor
allem Durchfall, wässrig bis blutig.
Unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Tollwut:
Virus, Übertragen durch va. Wildtiere.
Äussert sich in Wesensänderung,
übermässigem Speichelfluss, Aggressivität, Bisse.
Bei verdächtigem Kontakt sofort den Tierarzt aufsuchen!

Durchfall:
Vielfältig, zB. Infektionen, Damrparasiten,
Leber- und Nierenerkrankungen. Bei akutem Durchfall
Futterentzug für 24 Stunden, genügend Wasser!
Anfüttern mit höchstens der Hälfte der üblichen Futtermenge,
verteilt auf mehrere Portionen.
Gut verträglich sind gekochter Reis und Geflügelfleisch.
Tritt nach ein bis zwei Tagen keine Besserung ein,
den Tierarzt aufsuchen.

Wurmbefall (v.a. Spul- und Bandwürmer):
Äussert sich in Abmagerung, Durchfall,
später aufgetriebener Bauch und stumpfes Fell.
Manchmal sind Bandwuurmglieder oder
Spulwürmer im Kot erkennbar.

Zeckenbefall:
Zecken können zum Teil Krankheiten übertragen
(z.B. Borreliose). Mit Blut vollgesogene Zecken sind wie
aufgeschwollene, bräunlich-weisse erbsengrosse Gebilde.
Am besten sofortiges Entfernen mit spezieller
Zeckenzange und anschliessende Desinfektion.

Flohbefall:
Äussert sich in Irritation durch Juckreiz,
Entzündungen, Infektionen, ev. Flohallergien.
Flöhe als Bandwurmüberträger.
Prophylaxe mit Halsbändern, Pulver, Tabletten, Spot-on.
Bei massivem Befall unbedingt auch Reinigung und Desinfektion
des Lagers und der Umgebung!

Milbenbefall:
verschiedene Milben, z.B. Räude oder Ohrmilben;
durch Haarbalgmilben auch eine
Demodikose
(parasitäre Hauterkrankung)

möglich.
Äussert sich in Irritation durch Juckreiz, Entzündungen,
Infektionen, Kopfschiefhalten.
Unbedingt den Tierarzt aufsuchen.



Ein offenes Wort

Das Thema der Gesundheit von Hunden wird sehr oft
nach rein privaten Gesichtspunkten betrachtet.
Das gilt insbesondere für Züchter.
Aber auch Tierärzte, die Futtermittelindustrie
und der Tierschutz tendieren manchmal
zu eigenen Auslegungen dieser Problematik.
In der Praxis hat sich gezeigt,
dass es meist kleine, über viele Jahre geführte
Familienzuchten sind, die eine hohe Qualität abgeben.
Ein Liebhaberzüchter, der seine Hunde in der Familie hält,
wird immer auch auf ein hervorragendes Wesen
und eine gute Gesundheit achten.
Der Liebhaber ist es, der seine Hunde nicht
nach einer mehrfachen Zuchtverwendung einfach abgibt,
sondern bereit ist, auch die Tierarztkosten
insbesondere von sehr alten Tieren zu tragen.
Hier decken sich die Interessen des Züchters mit denen
des Welpenkäufers.



Weitere interessante Links aus der
Veterinärmedizin:


  • Anatomie des Hundes


  • Animal Health Online


  • Blutdatenbank


  • Bundestierärztekammer


  • Gebührenordnung für Tierärzte


  • Hautkrankheiten


  • Homöopathie


  • kritische Tiermedizin


  • Kreuzbandriss ,

und die Behandlung beim Kreuzbandriss:

TPLO (englisch)


Pivot shift bei TPLO (englisch)


TTA


  • Rassedispositionen (englisch)


  • Tiermedizinische Fachbegriffe


  • Veterinärpharmakologie / -toxikologie


  • Vetline


  • Wachstumsstörungen









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mit freundlicher Genehmigung von
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